„Lerne von den Kindern.
– Gudrun Huber
Sie zeigen dir Wahrhaftigkeit, Leichtigkeit, Freude und die Kunst im Hier und Jetzt zu sein,
einfach so und ohne Anstrengung.“
Grundausbildung Trauerbegleitung bei Kindern und Jugendlichen
PIONIER/PIONIERIN
Warum diese Ausbildung pionierhaft ist und es viele Pioniere braucht
Kinder in Trauer brauchen besonderes Augenmerk, um wirksame Trauerarbeit zu leisten und sich später wieder ganz dem Leben zuwenden zu können. Im Alltag sind sie mit ihrer Verlusterfahrung meist allein. Gleichaltrigen fehlt die Erfahrung, um sich einfühlen zu können, Erwachsene sind oft unbeholfen. Kindern wird die Trauer oft abgesprochen, da sie die Trauer völlig anders erleben als Erwachsene.
Während bei Erwachsenen schon das Verbalisieren erleichtert, brauchen Kinder zusätzlich kreative und spielerische Möglichkeiten, um ihre Gefühle erfassen und ausdrücken zu können. Kinder haben ein anderes Verständnis vom Tod und akzeptieren diese Realität größtenteils besser als Erwachsene.
Sie brauchen die Unterstützung gereifter Erwachsener, die ihnen mit Mitgefühl die Wahrheit zumuten, die sie in ihrer Not auffangen und die ihnen Halt geben. Kinder sind junge Menschen und keine kleinen Erwachsenen!
Jugendliche reagieren beim Tod eines nahen Angehörigen oftmals sehr kühl und es scheint als blieben sie unberührt. Jugendliche haben die Fähigkeit, Trauer zu vertagen. Sie spüren instinktiv, dass das Familiensystem am Zerbrechen ist und fühlen sich dafür verantwortlich wieder für ein intaktes System zu sorgen.
Manchmal sind die Eltern oder Angehörigen eines Jugendlichen nach einem schweren Verlust handlungsunfähig und sie kümmern sich um kleinere Geschwister oder darum, dass der Haushalt weiterhin versorgt ist.
Jugendliche möchten ihre Eltern nicht weinen sehen und so kann es auch passieren, dass ein plötzlicher Rückzug innerhalb der Familie stattfindet. Es ist auch möglich, dass ein Jugendlicher weder innerhalb der Familie, noch in der Schule, noch bei seinen Freunden seine Trauer zeigt. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nichts spüren oder trauern, sondern ist ein Schutzmechanismus, damit das Leben gefühlt weitgehendst „normal“ weitergehen kann.
Es gibt Jugendliche, die in diesem „coolen“ Zustand viel länger bleiben als die restliche Familie und sich erst viel später Reaktionen auf einen schweren Verlust zeigen, die oftmals auch mit einer Psychotherapie einhergeht.
Jugendliche verfügen über die Fähigkeit hin und her zu wechseln zwischen großen Gefühlen, die sie zeigen und dann plötzlich nichts mehr zu spüren. Manche Jugendliche erleben auch eine starke Gier nach Lebendigkeit, die mit tiefer Traurigkeit wechseln kann. Die Begleitung von Jugendlichen kann herausfordernd sein, da sie gleichzeitig noch pubertäre Krisen durchlaufen. Ihre Reaktionen können auf Erwachsene sehr irrational wirken.
Es wird vielleicht Härte demonstriert, wo Verletzlichkeit vorhanden ist. Diese manchmal unverständliche Handlungsweise erfordert ein besonderes Maß an Verständnis und Toleranz und braucht Erwachsene, die den Raum halten können. Jugendliche lernen gerade das Erwachsenwerden und brauchen reife, erwachsene Vorbilder!
Was Sie als PIONIER/PIONIERIN für Ihre Selbstentwicklung lernen: Selbstreflexion, Wahrhaftigkeit, den Zugang zu ihrem „inneren Kind“.
Voraussetzung für eine Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche ist grundsätzlich eine wertschätzende Haltung zu Kindern und Jugendlichen.
Auch die Auseinandersetzung und Bewusstwerdung mit eigenen Verlusterfahrungen als Kind und Jugendlicher verwandelt uns und hebt uns auf eine andere Bewusstseinsebene. Das führt uns raus aus schwierigen und ungeliebten Emotionen, die sich oftmals auch im Erwachsenenleben noch zeigen.
Ängste und Widerstände im Kontakt mit Kindern und Jugendlichen die gerade eine Verlusterfahrung erleben, verhindern eine gelingende, mitfühlende und präsente Begleitung.
Was Sie als PIONIER/ PIONIERIN für Ihre Begleitungen lernen: Sicherheit, Mitgefühl, Präsenz und kindgerechte Kommunikation.
Sie erlernen durch fachlich fundierten Input Trauerreaktionen durch unterschiedliche Methoden und kreativen Ausdruck professionell, sicher und lebendig zu begleiten. Durch Reflexionsphasen, Interaktion und Austausch mit der Ausbildungsgruppe können Motivation und innere Haltung sowie Präsenz, freie Wahrnehmung und Selbstreflexion erforscht und eingeübt werden.
Diese Fortbildung sensibilisiert Sie als Teilnehmer für die Sichtweise und Gefühlswelt eines Kindes und dessen typische Reaktionen auf Verlust. Wir vermitteln Ihnen zudem aktuelles Fachwissen zu kindgerechten Handeln auf psychischer, sozialer und spiritueller Ebene.
Ein weiterer wichtiger Aspekt in der Ausbildung liegt auf der Sensibilisierung der freien Wahrnehmung sowie Selbstentwicklung und Selbsterfahrung in Bezug auf Sterben, Tod und Trauer.
Neben theoretischem Fachwissen bekommen Sie viele Kreativangebote:
- Todesvorstellungen und Trauerreaktionen bei Kindern und Jugendlichen, einfühlsame, bedürfnisorientierte und kindgerechte Kommunikation, Kraftquellen und Ressourcen, Umgang mit Gefühlen, Abschiedsarbeit, Religion und Spiritualität aus Kindersicht, struktur- und haltgebende Rituale, Präsenz und Verbundenheit, Raum halten
- kreative Methoden und viele praxisbezogene Übungen für die Trauerbegleitung
- einen großen Handwerkskoffer zur praktischen Anwendung
Für wen ist diese Ausbildung geeignet?
- Alle Heilberufe, therapeutische und pädagogische Arbeitsfelder, Coaching und Beratung
- Für alle Interessierten, die sich gerne einen psychosozialen und spirituellen Tätigkeitsbereich aufbauen oder sich in Organisationen engagieren möchten.
- Auch Eltern dürfen sich angesprochen fühlen!
Die Grundausbildung beinhaltet 70 Zeitstunden und wird mit einem Zertifikat belohnt!
Ich verzichte auf Prüfungen, Hausarbeiten und Abfragen von erlerntem Inhalt. Dafür gibt es eine Anwesenheitspflicht (auch bei Zoom-Webinaren) und Ihre vollständige Präsenz bei allen Modulen. Meine Präsenz bekommen Sie auch!
Bei Skript oder Handout beschränke ich mich auf das Wesentliche, alles andere dürfen Sie selbst mitschreiben und in der Gruppe erarbeiten.

Onlineveranstaltung I Life-Webinare (keine Videoaufzeichnungen) über Zoom
Termine
- Modul 1
02. – 03. Mai 2026
Samstag 09.00 – 18.00 Uhr
Sonntag 09.00 – 18.00 Uhr - Modul 2
18. – 21. Juni 2026
Donnerstag 09.00 – 18.00 Uhr
Freitag 09.00 – 18.00 Uhr
Samstag 09.00 – 18.00 Uhr
Sonntag 09.00 – 18.00 Uhr - Modul 3
18. – 19. Juli 2026
Samstag 09.00 – 18.00 Uhr
Sonntag 09.00 – 18.00 Uhr - Modul 4
19. – 20. September 2026
Samstag 09.00 – 18.00 Uhr
Sonntag 09.00 – 18.00 Uhr
Investition
Teilnehmer
max. 18 Personen